Zukunftsworkshop am BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig, 13.-14.12.2018 (Gruppe 2)

  
Die SchülerInnen erarbeiten eigene Rahmenszenarien zum gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland in 20 Jahren dar und präsentieren mögliche Alltagssituationen, die im Jahr 2038 stattfinden.

Rahmenszenarien zum gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland in 20 Jahren

Die Ständegesellschaft von morgen

Das wohl behütete Geheimnis des Independent Council



Die unheimliche Reise der Zeittouristen

Wie mehr direkte Demokratie den Populismus erledigt




Alltagsszenen aus dem Jahr 2038


Die Ständegesellschaft von morgen

Deutschland hat sich zu einer ausgeprägten Ständegesellschaft (zurück)entwickelt. Aus sozialer Sicht erinnert das System an die Zeit um das Jahr 1800. In den sogenannten Kantonen lebt die Oberschicht. Hier findet man die Hauptsitze der einflussreichen Firmen und Konzerne. Die „Kantonianer“ leben in modernen Wohnhäusern und profitieren von einem umfassenden Bildungs- und Unterhaltungsangebot. Die schlecht verdienende Bevölkerung führt ein Leben in ländlichen Regionen. Aufgrund der wenig vorhandenen Aufstiegsmöglichkeiten und einer hohen Kriminalitätsrate herrscht bei den „Provinzlern“ Frustration und Resignation vor. 

Lesen Sie hier das gesamte Szenario aus dem Jahr 2038.


Das wohl behütete Geheimnis des Independent Council

Europa ist durch einen Super-Magneten in zwei Welten geteilt. In der Oberwelt, über den Köpfen der normal und wenig Verdienenden, leben die Vermögenden in ihren sündhaft teuren Villen. Sie besitzen unermesslichen Reichtum, müssen jedoch im Gegenzug hohe Steuern zahlen, mit denen sie unwissentlich die Welt ‚unten‘ mitfinanzieren. Die Armen leben in weißen Reihenhäusern und werden durch die Steuern der Wohlhabenden mittels eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ unterstützt. Sie sind mit dem Nötigsten zum Leben ausgestattet. Zwischen beiden Schichten findet keinerlei Austausch statt, keiner weiß von der Existenz der anderen Welt.

Lesen Sie hier das gesamte Szenario aus dem Jahr 2038.


Die unheimliche Reise der Zeittouristen

Als wir mit der Zeitmaschine ‚landen‘ nähern wir uns einem verlassenem Gebäude. Plötzlich hören wir laute Rufe von der Straße: „Wir sind anders! Wir sind anders!“ Offensichtlich eine Demonstration. Einer der Männer in der ersten Reihe der Protestierenden schreit: „Wir wollen nicht in diesem verkackten System versauern! Freiheit und Individualität statt Anpassung!“ Anscheinend ist ein Großteil der Bevölkerung sehr unzufrieden mit der gesellschaftlichen Situation und den politischen Vertretern. Wir gehen schnell die Straße entlang, um der Demonstration zu entkommen.

Lesen Sie hier das gesamte Szenario aus dem Jahr 2038.


Wie mehr direkte Demokratie den Populismus erledigt

Die Bürger des Landes sind von der Arbeit ihrer Politiker überzeugt und mit den von ihnen gewählten Vertretern sehr zufrieden. Das liegt auch an der grundsätzlich veränderten Rolle des Politikers in Deutschland im Jahr 2038. Das System ist weniger repräsentativ als vielmehr direkt demokratisch organisiert. Die Bürger stimmen mithilfe eines Wahl-O-Mats von Zuhause bequem ab. Entschieden wird über Entwürfe und Vorschläge, die von den politischen Parteien vorher ausgearbeitet wurden. Das neue System setzt sich nach einem politischen Umsturz durch, mit dem es gelang, die Schere zwischen Arm und Reich weitestgehend zu schließen.

Lesen Sie hier das gesamte Szenario aus dem Jahr 2038.